Mord Plakat

Mord im Ort

Krimi-Dinner in Zorn

„Das war ja mal ein Ding!
Mein Freund Watson wäre stolz auf Euch gewesen!“

Dieser Ausspruch hätte unser Sherlock Holmes vom Untertaunus sagen können, nachdem zwei Krimi-Dinner am 21. Oktober und am 4. November 2017 so erfolgreich verlaufen sind. Alles passte prima zusammen.

  • Die geschaffene Atmosphäre in der Morsbachhalle

Danke allen Helferinnen und Helfern beim Kulissenbau, beim Auf- und Abbau, beim          Dekorieren, Danke für die Bereitstellung von Scheinwerfern und Dekorationsmaterial.

  • Das wunderbare Essen, super lecker und genau auf den Punkt

Danke allen, die dazu beigetragen haben, den Köchinnen und allen Helferinnen und Helfern in und um die Küche, es war eine wirklich große Leistung.

  • Der tolle Service während der Veranstaltungen

Danke allen, die den Service innerhalb und außerhalb der Halle unterstützt haben, alle   Gäste waren an beiden Veranstaltungen mehr als zufrieden.
Ihr habt das ganz toll gemacht.

  • Den Helferinnen und Helfern am Tag danach

Danke allen aktiven Sängerinnen und Sängern, allen fördernden Mitgliedern, allen Freunden des MGV, dass ihr uns auch bei den unliebsamen Arbeiten  (spülen, abtrocknen, putzen,  aufräumen) geholfen habt. Durch die vielen Hände, gab es doch oft auch ein schnelles Ende.

  • Die Darstellerinnen und Darsteller

Danke für Euer Engagement und eure Professionalität, es hat wirklich Spaß gemacht, ihr seid eine Supertruppe. Ohne Euch wäre das Stück nicht so unterhaltsam und spannend  geworden wie es am Ende war.

Es waren zweimal tolle fünf Stunden für alle Akteure und für das jeweilige Publikum.

Auf der Geburtstagsfeier von Susi Schuster (Diana May) wird der Knecht Fritz Bauer tot vor dem Hühnerstall aufgefunden. Welch eine Tragödie. Vor allen Dingen für Susi Schuster, war sie doch unsterblich in den Knecht verliebt und hoffte an ihrem Geburtstag auf den langersehnten Heiratsantrag.

Zur Klärung der mysteriösen Umstände des Todes von Fritz Bauer werden alle Gäste der      Geburtstagsfeier zu einem Ortstermin in den Saal des Gasthauses „Am grauen Kopf“ bestellt. Als Anreiz für die Gäste, zu diesem Ortstermin nochmals zu erscheinen, wird das ausgefallene Geburtstagsmenü an diesem Abend serviert.

Dies geschieht sehr zum Leidwesen der Eigentümerin des Gasthauses und des dazugehörenden Bauernhofes, Katharina Schuster (Monika Hanßke). Eine resolute Frau, die geplagt von         ständigen Geldsorgen, ein strammes Regiment auf dem „Weiberhof“ führt, nur damit sie nicht, von anderen des Geldes wegen, bis auf das Leibchen ausgezogen wird.

Den Gasthof führt ihr Bruder Otto Leisten, gespielt von Hans Joachim Schwamb, aus dessen Feder auch das Kriminalstück stammt. Otto Leisten hat als einer der Letzten mit Fritz Bauer  gesprochen und liegt im ständigen Stress mit seinem Personal, dass immer dann nicht da ist, wenn man es braucht.

Vor allen Dingen der eifersüchtige Kellner Max (Dominik Kunz) ist mehr mit dem Beschützen seiner Frau Maria (Sabrina Kunz), die ebenfalls als Bedienung im Gasthaus arbeitet, beschäftigt, als den Service zu unterstützen. Maria heizt die Eifersucht ihres Mannes auch noch an, als sie schwärmerisch von den super netten Worten und Schmeicheleien des Toten ihr gegenüber   berichtet.

Als Dritte der Servicekräfte hilft die Magd Angela Ferkel (Judith Grebe) mit. Dieser liebenswerte „Tollpatsch“, der durch seine Schusseligkeit für manche Unruhe sorgt, ist fest davon überzeugt, dass Fritz Bauer nur sie alleine heiraten wollte und trägt schwer am Tode ihres „Fast-Ehemannes“.

Nur die Köchin Mathilde Würfelbrüh (Sigrid Siegesmund), die unermüdlich in Versen und    Reimen ihr Vier-Gänge-Menü anpreist, scheint als Einzige der im Gasthaus Beschäftigten, nicht den Reizen des Toten verfallen zu sein.

Da ist auch noch Agathe Naapell (Dorothee Albus), das Faktotum der Familie, eine Cousine   dritten Grades von Katharina Schuster. Von allen liebevoll die „Arm Verwandtschaft aus Meilingen“ genannt. Agathe Naapell strotzt vor Neugierde und Kombinationsfreude. Diese   beiden Eigenschaften, gepaart mit den Erfahrungen einer über siebzig Jährigen und einem   inneren Bedürfnis folgend, ständig andere zu verdächtigen, müssen einfach zu falschen Spuren und Beschuldigten führen. Manch einer der Gäste konnte sich deshalb warm anziehen.

Im Gasthaus „Am grauen Kopf“ können Zimmer gemietet werden und just in diesen             aufregenden Tagen wandeln Herrmann Schuster (Rauf Tuksavul) und Olga Schuster (Stephanie Friedrich) in ihrer Sommerfrische durch den Ort des Geschehens. Die „Schusters“, die weder verwandt noch verschwägert mit der Eigentümerin des „Weiberhofes“ Katharina Schuster sind, habe noch ihre eigenwillige und pubertäre Tochter Barbara (Lilia Peter) dabei, diese treibt durch ihre Schlagfertigkeit so manchen in die Sprachlosigkeit.

Herrmann Schuster ist Besitzer eines Etablissements in Aachen und fällt durch seine zwielichtigen Geschäfte auf, die ihn unter anderem auch mit Katharina Schuster verbinden. Seine Frau Olga, Tochter einer russischen Gräfin, ist eine Frau des Geldes, das sie liebend gerne ausgibt und anderen ständig unter die Nase hält. Sie weiß die Vorteile dieser bunten Scheinchen sehr wohl zu nutzen.

Alle Beteiligten scheinen mehr oder weniger große oder kleine Geheimnisse mit sich herumzutragen. Wie passt der Tote Fritz Bauer in diese sich auftuenden Abgründe und verworrenen Verhältnisse? Da ist kriminalistische Unterstützung dringend erforderlich und diese kommt mit Karl-Friedrich Hörne (Tobias Müller), seines Zeichens Hauptkommissar in der nahen Kreisstadt. Karl-Friedrich Hörne wird aufgrund seiner Ermittlungserfolge auch als „Sherlock Holmes des Untertaunus“ bezeichnet und diese Erfolge teilt er ständig mit seinem imaginären Freund Mr. Watson. An seiner Seite steht der Ortpolizist Stefan Taller, gespielt von Dirk Salzmann, ein echter Zorner Bub, der durch seine Pfiffigkeit viele Zusammenhänge vor dem etwas vergeistigten Hauptkommissar erkennt und so zur Lösung des Falles beiträgt.

Zusammen gehen sie den Fall an. Laut Stefan Taller sind erst mal alle verdächtig, Familie, Beschäftigte, Sommergäste und alle Gäste der Geburtstagsfeier, und das sind immerhin knapp 100 Personen. Es beginnt ein „Vernehmungsmarathon“ über drei Gänge, gekreuzt von ständigen Lösungsversuchen der
Agathe Naapell.

Am Ende des vierten Aktes können alle Gäste selbst einmal Kommissarin oder Kommissar spielen und ihre Verdächtige/ ihren Verdächtigen benennen. Natürlich ist jeder Verdacht zu begründen.

Zu Beginn des letzten Aktes haben Hauptkommissar Hörne und der Ortspolizist Taller nur noch 13 Verdächtige, unter anderem ist auch ein Gast der Geburtstagsfeier dabei.

Alle Verdächtigen beteuern ihre Unschuld und verteidigen sich lautstark. Es werden alle Register der Verteidigungskunst gezogen, selbst vor Kniefällen und Gnadengesuchen wird nicht Halt    gemacht.

Am Ende siegt dennoch die kriminalistische Erfahrung des Sherlock Holmes vom Untertaunus und die Schläue und Kombinationsgabe von Ortspolizist Taller.

So kann doch zum Schluss ein des Mordes Verdächtiger abgeführt werden.

Ob es zur geforderten Zahlung einer Belohnung an Babsi Schuster gekommen ist, entzieht sich den Kenntnissen des Schreibers dieses Berichtes.