Kategorie-Archiv: Ortsbeirat Zorn

Ortsbeirat Zorn

Am Sonntag, dem 10. April 2016 trafen sich die Mitglieder des neugewählten Zorner Ortsbeirates zu einer ersten Ortsbegehung. In Augenschein genommen wurden der Grillplatz, der Lindenplatz mit Weg zur Kirche, der Parkplatz in der Dorfmitte, der Brunnenplatz und der Friedhof. Während des Rundganges wurden die Maßnahmen für die anstehende Aktion Sauberes Dorf besprochen. Leider mussten wir auf dem Friedhof erneut feststellen, dass sich einige Bürger nicht an die geltenden Regeln halten und weiterhin Unrat und Müll in den Grünschnittkübel werfen. Dadurch entstehen der Gemeinde und somit uns allen , deutlich höhere Kosten bei der Entsorgung.  Schade!

Grillplatz

Holz ist sein Handwerk

Manfred Salzmann Aar-Bote

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Bericht im Aar-Bote vom 07.03.2015

SCHREINEREI    Manfred Salzmann unterstützt den Zorner Ortsbeirat
/ Vielfältige Werkstücke

Von Thorsten Stötzer

ZORN – Ein altes Apfelweinfässchen zieht derzeit die Blicke an in Manfred Salzmanns Werkstatt. Das Spundloch lässt sich wieder verschließen, grün gestrichene Eisenreifen ziehen sich um die dunklen Holzdauben. Für den Zorner Ortsbeirat hat sich der gelernte Schreiner wieder mal ans Werk gemacht und das gute Stück restauriert – so wie er sich schon an vielen Stellen ehrenamtlich eingebracht hat.
Die Ortseingangsschilder hat Manfred Salzmann ebenso gebaut wie Schilder am beliebten Wanderweg Zorner Runde. In seiner mit einem Panoramablick gesegneten Schreinerwerkstatt entstand weiterhin die sechseckige Holzbank, die seit 2009 die gut 130 Jahre alte Linde in der Nähe der Kirche umgibt. Salzmann betont, dass er bei den größeren Projekten Helfer an seiner Seite hat.

An großen Kinoorgeln

Der Ortsbeirat habe auch mal einen Essensgutschein spendiert für den ehrenamtlichen Einsatz. Richtig in Gang geriet das Engagement für das Dorf, als der heute 76-Jährige 2003 in Rente ging. Seine berufliche Laufbahn begann ehedem bereits in Zorn. „Gelernt habe ich bei der damaligen Firma Schönberger gleich nebenan“, erzählt Salzmann. Anfangs fuhr er mit dem Rad aus seinem Heimatort Lipporn herüber, ehe er 1962 schließlich nach Zorn umzog. 32 Jahre blieb er vor Ort tätig. Nach Stationen in Weidenbach, Wiesbaden und Laufenselden arbeitete er in Assmannshausen in der Werkstatt der Familie Wendel, bekannt durch „Siegfried’s Mechanisches Musikkabinett“ in Rüdesheim. An großen Orgeln für Kinos hat er dort zehn Jahre lang geschafft. Museen und Sammler in Japan und den USA waren die Kunden. Gut erinnert sich Salzmann an eine Musikorgel in Weiß mit goldenen Verzierungen und 450 Pfeifen, die habe einen Millionenwert besessen.

Heute ist das Schreinerhandwerk für den Zorner teils ein Hobby und teils ein Nebenerwerb. Ist er nicht für den Ortsbeirat aktiv, baut er Insektenhotels, Vogelhäuschen oder Nistkästen. Märkte besucht Salzmann selten, dafür betreibt er ein kleines Lädchen zuhause in der Nassauer Straße und bietet einmal monatlich in der Lindenallee-Klinik in Bad Schwalbach Spieluhren und Holzspielzeug an: „Das Mensch-Ärgere-Dich-Nicht mache ich selbst“, berichtet er;  Solitaire ist gleichfalls gefragt.
Eine Kuckucksuhr befindet sich gerade in der Reparatur. „Die Eckuhr da kann man nirgends kaufen“, erläutert Manfred Salzmann außerdem und deutet auf das seltene Fabrikat. Weihnachtsartikel stellt er ebenfalls her. Esche, Eiche, Nuss und Kirsch – „Fichte ist 08/15“ – füllen das Holzlager. Die Werkstatt ist mit Kleinmaschinen sehr gut ausgestattet von der Fräse bis zur Stichsäge.

Im Hof hat Salzmann auf einem Wagen eine Auswahl von Futterhäuschen für Vögel arrangiert, eine weitere seiner Spezialitäten. Modelle mit sechs Ecken sind dabei und solche im Blockhausstil. Andere gefallen mit in frischen Farben geschwungenen Bögen. Umgestülpte und aufgehängte Flaschen, die als Sonnenblumenkernspender dienen, zählen zu den liebevollen Details.